Tipp: Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern für bessere Konzentration

Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern für bessere Konzentration

Die Förderung der Konzentration ist eine gemeinsame Aufgabe von Elternhaus und Schule. Nur wenn beide Seiten an einem Strang ziehen und Informationen austauschen, kann ein Kind sein volles Lernpotenzial entfalten. Eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern ist der Schlüssel, um Konzentrationsschwierigkeiten frühzeitig zu erkennen und wirksame Strategien zu implementieren.

Warum die Kommunikation so wichtig ist

Ein Kind zeigt in der Schule oft ein anderes Verhalten als zu Hause. Was im Klassenzimmer als Ablenkbarkeit interpretiert wird, kann zu Hause als Übermüdung oder Überforderung erscheinen. Nur durch den Austausch von Beobachtungen entsteht ein vollständiges Bild:

  • Lehrer beobachten: Verhalten in der Gruppe, Reaktion auf Anweisungen, Ausdauer bei Stillarbeit.
  • Eltern beobachten: Schlafqualität, Ernährung, Freizeitverhalten, Umgang mit Hausaufgaben.

Strategien für eine effektive Zusammenarbeit

Die Kommunikation sollte lösungsorientiert und regelmäßig erfolgen:

Strategie Details zur Umsetzung
Regelmäßiger Austausch Nicht nur bei Problemen. Kurze E-Mails oder ein Notizbuch können helfen, kleine Erfolge und Schwierigkeiten zeitnah zu teilen.
Gemeinsame Ziele definieren Statt „Das Kind soll sich besser konzentrieren“, definieren Sie: „Das Kind soll die ersten 15 Minuten der Stillarbeit ohne Unterbrechung arbeiten.“
Hilfsmittel abstimmen Wenn das Kind zu Hause Lärmschutzkopfhörer nutzt, fragen Sie, ob dies auch in der Schule (z.B. bei Prüfungen) möglich ist.
Lernstrategien vereinheitlichen Nutzt die Schule die Pomodoro-Technik? Dann wenden Sie diese auch zu Hause an, um Konsistenz zu schaffen.

Lärmschutz als gemeinsames Hilfsmittel

Ein häufiger Konsenspunkt ist der Einsatz von Lärmschutzkopfhörern. Wenn Eltern feststellen, dass ihr Kind zu Hause bei den Hausaufgaben besser mit Gehörschutz arbeitet, sollten sie dies der Lehrkraft mitteilen. Viele Schulen sind offen für solche Hilfsmittel, da sie die gesamte Klasse entlasten. Der Gehörschutz wird so zu einem Brückenbauer zwischen den Lernumgebungen.

Fazit: Gemeinsam zum Erfolg

Sehen Sie Lehrer nicht als Gegner, sondern als Partner. Durch den offenen und respektvollen Austausch von Informationen und die gemeinsame Implementierung von Strategien schaffen Sie die besten Voraussetzungen für die Konzentrationsfähigkeit und den Lernerfolg Ihres Kindes.

Wichtig: Vermeiden Sie es, die Lehrkraft in der „Tür-und-Angel-Situation“ zu überfallen. Vereinbaren Sie einen festen Termin für ein Elterngespräch, um genügend Zeit für den Austausch zu haben.

Autor: Jens

Dr. Jens Bölscher ist studierter Betriebswirt mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik. Er promovierte im Jahr 2000 zum Thema Electronic Commerce in der Versicherungswirtschaft und hat zahlreiche Bücher und Fachbeiträge veröffentlicht. Er war langjährig in verschiedenen Positionen tätig, zuletzt 14 Jahre als Geschäftsführer. Seine besonderen Interessen sind Innovationen. Er hat zwei Kinder und interessiert sich auch darum sehr für Gehörschutz für Kinder.

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